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Hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in

Anforderungen

Ein mittlerer Bildungsabschluss und eine einschlägige abgeschlossene Berufsausbildung und berufliche Tätigkeit sind die Voraussetzungen für diese Weiterbildung. Unternehmerisches und sozialpädagogisches Denken, persönliche Leitungskompetenz, Organisationsfähigkeit, Kreativität, Interesse an hauswirtschaftlichen Tätigkeiten und ökologisch bewusstes Handeln sind wichtige Fähigkeiten für diesen Weiterbildungsberuf.

Qualifizierung

Die Weiterbildung ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt und erfolgt an Fachschulen, Berufskollegs, Fachakademien oder anderen Bildungseinrichtungen. Sie dauert zwei Jahre als Vollzeitunterricht, wird teilweise aber auch berufsbegleitend angeboten. Die Anschlussprüfung erfolgt vor einem staatlichen Prüfungsausschuss. Je nach Angebot der Schule ist der Erwerb von Zusatzqualifikationen wie die Fachhochschulreife, die Ausbildereignungsprüfung oder die Vorbereitung auf die Ausbildung für Lehrer/innen der hauswirtschaftlichen Fachrichtung möglich.

Alternative Berufsbezeichnungen

- staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in für Ernährungs- und Versorgungsmanagement (Bayern)
- staatlich geprüfte/r Techniker/in für Hauswirtschaft und Ernährung (Kaufbeuren, Bayern)
- staatl. gepr. Betriebswirt/in Fachrichtung Personenbezogene Dienstleistungen (Bremen)
- staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in Fachrichtung Hauswirtschaftliche Dienstleistungen (Hamburg)
- staatlich geprüfte/r Hauswirtschaftsleiter/in (frühere Berufsbezeichnung)
- staatlich geprüfte/r Ökotrophologe/in (frühere Berufsbezeichnung in Nordrhein-Westfalen)

Berufsbild

Hauswirtschaftliche Betriebsleiterinnen übernehmen Leitungsaufgaben im hauswirtschaftlichen Dienstleistungsbereich von sozialen Einrichtungen wie Altenheimen, Krankenhäusern, Tagungsstätten, in Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen des Handels und der Industrie und in privaten Dienstleistungsunternehmen. Sie sind entweder für die Gesamtleitung verantwortlich oder haben die Verantwortung über mehrere Teilbereiche (Verpflegungsbereich und Service, Hausreinigung, Textilbereich, interne und externe Serviceleistungen der Hauswirtschaft). Außerdem bilden sie Auszubildende für den Beruf Hauswirtschafter/in betrieblich aus.

Hauswirtschaftliche Betriebsleiterinnen entwickeln das hauswirtschaftliche Dienstleistungskonzept ihrer Einrichtung und setzen dies mit den Mitarbeiterinnen um. Sie sind für die Qualitätssicherung im Bereich Hauswirtschaft verantwortlich. Sie legen den Personalbedarf und die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiterinnen und Auszubildende (Arbeitszeit, Dienstpläne, Urlaubspläne) fest und setzen sie optimal ein. Die einzelnen Aufgaben werden nach den Gesichtspunkten der Qualität, Gesundheit und Umweltverträglichkeit sachkundig ausgeführt. Betriebswirtschaftliches Denken bestimmt die verschiedenen Arbeitsaufgaben. Hauswirtschaftliche Betriebsleiterinnen planen und überwachen die Arbeitsabläufe und passen sie den betrieblichen Veränderungen angepasst. Die Mitarbeiterinnen werden entsprechend den rechtlichen Bestimmungen unterricht, geschult und kontrolliert.

Ausblick

Mit steigenden Betriebsgrößen und zunehmenden Ansprüchen an hauswirtschaftliche Dienstleistungen, aber auch aufgrund von neuen Regelungen in der Sozialversicherung (z.B. Pflegeversicherungsgesetz) wird die fachliche Qualifikation hauswirtschaftlicher Betriebsleiter immer wichtiger. Von zentraler Bedeutung wird die Festlegung und Gewährleistung von Qualitätsstandards bei der Gestaltung von Dienstleistungsangeboten. Die Orientierung am Kunden gewinnt immer mehr an Bedeutung und gibt hauswirtschaftlichen Betreuungsaufgaben ein stärkeres Gewicht.

Erkenntnisse im hauswirtschaftlichen Dienstleistungsbereich unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung. Daher ist für Hauswirtschaftliche Betriebsleiterinnen eine ständige berufliche Fortbildung wichtig.

Als Weiterbildungsmöglichkeiten sind zu nennen die Fachlehrerin für die berufspraktische Ausbildung an berufsbildenden Schulen. Zunehmend eröffnet die Weiterbildung zum Betriebs- oder Sozialwirt neue berufliche Perspektiven.  Bei entsprechenden Voraussetzungen ist ein Studium der Oecotrophologie möglich.

Weiterführende Informationen

Detailinformationen im Informationsportal der Bundesagentur für Arbeit (BERUFENET) unter https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null/kurzbeschreibung&dkz=10110&such=Hauswirtschaftliche%2Fr+Betriebsleiter%2Fin

Steckbrief Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin der Bundesagentur für Arbeit: Download

Übersicht über die Fachschulen für die Weiterbildung zur Hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin: Download

Rahmenvereinbarung für die Fachschulen: Download


Film zur Weiterbildung: Download