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15.03.2019

Deutscher Hauswirtschaftsrat prangert Schwarzarbeit im privaten Haushalt an

Dieser Tag rückt die Lohnlücke, die zwischen Männern und Frauen besteht, in das öffentliche Bewusstsein. Auch für die Arbeit von Haushaltshilfen in Privathaushalten sollte dieses Motto gelten. Die Einstellung, Schwarzarbeit sei lediglich ein Kavaliersdelikt, muss sich ändern: bei den Frauen und bei den Auftraggebern!  

3 Millionen Haushalte beschäftigen eine Haushaltshilfe schwarz, so schätzt das Institut der Deutschen Wirtschaft (2016). Schwarzarbeit im Haushalt erscheint Auftraggebern wie auch Haushaltshilfen kurzfristig attraktiv. Gerade sie aber bezahlen die Zeche mit niedrigeren Renten im Alter, mit Lohnausfällen bei Krankheit etc. Die Auftraggeber hingegen betrügen die Sozialversicherungen und verursachen Steuerausfälle. Sie tragen ein erhebliches Haftungsrisiko und verzichten sogar auf Steuervorteile. Die Arbeit der Haushaltshilfen ist für ihre Auftraggeber wertvoll, sie ermöglicht ihnen, einer Erwerbsarbeit nachzugehen oder trotz Unterstützungsbedarf im Alter zuhause wohnen zu bleiben. Wird diese Arbeit schwarz erbracht, geht sie in keine Statistik ein und erfährt so keine öffentliche Anerkennung.

Die Postkarte will auf diese Problematik aufmerksam machen, zum Nachdenken und Diskutieren anregen und Wege aus der Schwarzarbeit finden lassen, etwa durch Anmeldung bei der Minijobzentrale, wo mittlerweile mehr als 304.000 Personen als Minijobber in Privathaushalten gemeldet sind (Quartalsbericht 2018 Teil III, September 2018).

Die Mitglieder des Deutschen Hauswirtschaftsrates haben in den letzten Tagen die Postkarte bereits in großer Anzahl an viele Adressaten verschickt. Sie kann gegen Erstattung der Versandkosten beim Deutschen Hauswirtschaftsrat auch direkt angefordert werden.