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Pressemitteilungen

Hauswirtschaft gehört ins Pflegelöhneverbesserungsgesetz

(17.01.2020) Der Berufsverband Hauswirtschaft fordert, dass die Pflegekommission alle in der Pflege beteiligten Berufsgruppen bei den Verhandlungen angemessen berücksichtigt. Dazu hat er am heute eine Stellungnahme zur Umsetzung des Pflegelöhneverbesserungsgesetz an die zuständige Kommission aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern gerichtet. Der Berufsverband Hauswirtschaft, der die Arbeitnehmer in der Hauswirtschaft vertritt, begrüßt, dass durch das Wirken der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) – bei der der Deutsche Hauswirtschaftsrat als Dachverband der Branche beteiligt war – die Bezahlung in der Pflege in vielen Fällen verbessert wird. Offensichtlich wird dabei aber übersehen, dass nicht nur Pflegefach- und -hilfskräfte zum Gelingen einer guten Pflege von hilfebedürftigen Menschen beitragen, sondern auch Fachkräfte und Mitarbeitende in Hauswirtschaft und Betreuung. Mit der Beschränkung auf die reine Pflege wird eine Spaltung der Belegschaft in den Einrichtungen weiter vorangetrieben, die schon jetzt oft sehr bedauerlich ist – vor allem mit Blick auf die derzeitigen Bemühungen, mehr Alltag und Normalität auch in Pflegesituationen zu ermöglichen. Für den Berufsverband Hauswirtschaft ist es nicht nachvollziehbar, dass die Hauswirtschaft hier anders behandelt wird und vom Pflegelöhne-verbesserungsgesetz ausgenommen werden soll: Die aktuellen Erweiterungen der Leistungen des SGB XI durch Angebote zur Unterstützung im Alltag sowie durch ambulante Betreuungsdienste, die Weiterentwicklungen der stationären Altenpflege rund um die Konzepte der Haus- und Wohngemeinschaften sowie die Entwicklung gemeindeintegrierter Unterstützungsangebote sind Aufgabenstellungen, die die Aufgaben- und Beschäftigungsfelder der Hauswirtschaft betreffen und erweitern. Die Erweiterungen implizieren, dass die Hauswirtschaft nicht nur mit ihrem klassischen Versorgungshandeln gefragt ist, sondern dass eine aktivierend und fördernd handelnde Hauswirtschaft immer wichtiger wird. Darüber hinaus kann professionelle und qualitätsgeleitete Hauswirtschaft dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenwirken, indem Aufgaben, die keinem Vorbehalt unterliegen, sinnvoll aufgeteilt werden. Am 22. November 2019 hat der Bundestag das Pflegelöhneverbesserungs-gesetz beschlossen. Damit soll ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag geschaffen werden – allerdings nur für Pflegehilfs- und Pflegefachkräfte.

Foto: fotalia.com


Frank Wickert-Meuser ist Präsident des Berufsverbandes Hauswirtschaft

(10.05.2017) Auf der Mitgliederversammlung des Berufsverbandes Hauswirtschaft am 8. Mai 2017 in Berlin wurde Frank Wickert-Meuser aus Hürth zum Präsidenten gewählt. Der 49-jährige Hauswirtschafter leitet den Bereich Hauswirtschaft in der Salus-Klinik in Hürth. Er ist bereits Leiter des Netzwerkes Köln. 

Vizepräsidentinnen sind Gertrud Linde und Ursula Neugebauer

Gertrud Linde ist Hauswirtschaftsmeisterin und zeichnet für die Hauswirtschaft im Universitätsklinikum Bochum verantwortlich. Sie leitet auch das neu gegründete Netzwerk Krankenhäuser Nordrhein-Westfalen. Ursula Neugebauer gehörte bereits dem Präsidium in der letzten Amtsperiode an. Sie ist außerdem 2. Vorsitzende des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen. Als Diplom-Oecotrophologin ist sie für die Öffentlichkeitsarbeit bei einem Stoffhersteller für Berufskleidung und Bettwäsche zuständig. 

Nach einer Satzungsänderung im vergangenen Jahr wurden erstmals Präsident und Vizepräsidentinnen gewählt. 

Ziel von Präsident und Vizepräsidentinnen für die dreijährige Amtsperiode ist die Rekrutierung des Berufsnachwuchses, vor allem auch von Quereinsteigern. Das Fachwissen der einzelnen Verbandsmitglieder im Sinne des Verbandsnetzwerkes für alle nutzbar zu machen hat sich der neue Präsident ebenfalls auf die Fahne geschrieben. Als Gründungsmitglied des Deutschen Hauswirtschaftsrates wird das neue Präsidium die Ziele des Verbundes nach Kräften unterstützen. 

Zum Präsidium gehören außerdem die Vorsitzenden der Landesverbände Baden-Württemberg (Sr. Adelheid Brugger), Bayern (Laura Schmitz), Berlin (Susanne Hornauer) und Nordrhein-Westfalen (Inke Kellerhoff). 

Die bisherige 1. Vorsitzende Ute Krützmann wurde nach 21 Jahren im Präsidium des Berufsverbandes Hauswirtschaft und neun Jahren als 1. und 2. Vorsitzende mit großem Beifall von den Mitgliedern verabschiedet.